Zwei Bullen haben ein 12 jähriges Mädchen angeschossen



wieder ein Einzelfall


Um 00:30 am 17.11 haben Bullen in Bochum ein 12 jähriges Mädchen in der Wohnung ihrer Mutter angeschossen und beinahe getötet. Das Kind liegt immer noch schwer verletzt im Krankenhaus. Laut Presse und Cops sei das Mädchen vermisste gemeldet worden und war aus gesundheitlichen Gründen hilfebedürftig. Das Mädchen und ihre Mutter sind taub.

In der Presseerklärung der Bullen vom 17.10, 10:30 Uhr heißt es: “es kam zum Schusswaffengebrauch”. Es kam dazu. ES KAM? Wie kam es dazu fragt man sich? Am Ende der Pressemitteilung heißt es weiter: “die Polizisten [setzten] nach erstem Erkenntnisstand zeitgleich das Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) und die Schusswaffe ein”. Ein Satz in dem sich der gesamte Albtraum offenbart, den die Existenz der Polizei darstellt. Was für ein Erfolg, dass immer mehr Bullen jetzt weniger tödliche Waffen tragen! 

Dazu in der taz aus dem Polizeigesetz des Landes NRW: „Gegen Personen, die dem äußeren Eindruck nach noch nicht 14 Jahre alt sind, dürfen Schusswaffen nicht gebraucht werden". Die sicherlich absolut neutralen Ermittlungen leitet die Staatsanwaltschaft Bochum! Die operativen Ermittlungen führen die Cops aus Essen, eine Stadt die immerhin 10 Kilometer entfernt ist und deren Schweine sicherlich absolut unvoreingenommen ihrer dreckige Arbeit machen werden.

Es ist alles gesagt. Ein weiterer Einzelfall. Ein weiterer Bullenmord.

Kein Freunde, keine Helfer!

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Presse: Nachplappern statt nachfragen

Dokumentation der Pressemitteilung (falls sie nachträglich geändert wird)

44809 BO-Hamme: Am frühen Montagmorgen (17. November) griff eine 12-jährige Vermisste Polizisten mit zwei Messern an, es kam zum Schusswaffengebrauch. Die 12-Jährige wurde schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei Essen hat unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bochum die Ermittlungen übernommen.

Gegen 0:30 Uhr fuhren Einsatzkräfte der Polizei Bochum zu einem Mehrfamilienhaus an der Reichsstraße, da sich dort eine Vermisste aufhalten sollte. Die 12-Jährige mit deutscher und serbischer Staatsangehörigkeit war aus einer Wohngruppe abgängig und ist auf lebenswichtige Medikamente angewiesen, die sie möglicherweise über einen längeren Zeitraum nicht eingenommen hatte. Im Laufe des Vortages wurde sie durch ihre Betreuer letztmalig gesehen und als vermisst gemeldet. Der Mutter waren bereits im Vorfeld das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die erkrankte und gehörlose 12-Jährige entzogen worden. Bei dem Einsatzort handelt es sich um die Wohnung der Mutter, die ebenfalls gehörlos ist.

Da die Wohnungstür zunächst nicht geöffnet wurde, aber Geräusche aus der Wohnung zu hören waren, forderten die Einsatzkräfte einen Schlüsseldienst an. Noch vor Eintreffen des Schlüsseldienstes öffnete die Mutter den Beamten gegen 1:30 Uhr die Tür. Während der Sachverhaltsklärung und Absuche der Wohnung trafen die Einsatzkräfte auf die 12-Jährige, die mit zwei Messern in der Hand auf die Polizisten zu ging. Um einen drohenden Angriff mit den Messern abzuwehren, setzten die Polizisten nach erstem Erkenntnisstand zeitgleich das Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) und die Schusswaffe ein.

Die Polizisten leisteten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe. Ein Notarzt brachte die 12-Jährige in ein nahegelegenes Krankenhaus, wo sie aktuell intensivmedizinisch versorgt wird.

Noch in der Nacht hat eine Mordkommission der Polizei Essen die Ermittlungen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bochum übernommen./Wrk