Archipel in Flammen – Aufstand in Indonesien



Stimmen zum Aufstand in Indonesien


Archipel in Flammen – Aufstand in Indonesien

Anmerkung zur Übersetzung: Unter der Parole “Archipel in Flammen” veröffentlichen diverse anonyme Anarchist*innen aus indonesien Texte zum aktuellen Aufstand. Dieser knappe Text ist einer davon. Übersetzung aus dem Englischen via: darknights.noblogs.org

Neuigkeiten aus Indonesien. Seit dem 25. August …

Ein wütender Aufstand der Jugend, ausgelöst von steigenden Steuern und dem repressiven Militär. Es gibt keine Organisation, der Aufstand wird angeführt von jungen Anarchist*innen, Nihilist*innen und Unkontrollierbaren. Viele junge Anarchist*innen aus den Schulen wurden verhaftet. Die Schüler*innen sind die Energie. Berichten zufolge wurden am 25. August 400 von ihnen verhaftet. Die meisten Aktionen werden live auf social-media koordiniert. Normalerweise kontrolliert irgendeine liberale Gewerkschaft oder oppositionelle Partei das Narrativ, aber nicht dieses mal. Selbst Mainstream-Medien erkennen an, dass die sozialen Medien ihre Quellen sind. Politiker*innen können das Narrativ nicht länger kontrollieren. Es ist seit Jahrzehnten eine Tradition, dass studentische Organisationen die Ordner*innen bei diesen Demos sind, aber jedes Jahr werden sie etwas mehr offenbart. Durch die Studiernden selbst. Aus diesem Grund hassen NGOs, Gewerkschaften, “zivile Anarchist*innen” und studentische Gruppen der Linken und Rechten die anti-organisierungs Fraktion.

Fuck them all. Wir provozieren die Jugendlichen selbstständig zu handeln. Individuen werden nicht länger durch ideologische Pflichten, Normen und all die externen Werte beschränkt.

Letzte Nacht, am 28. August, ermordete die Polizei eine Person. Landesweite Krawalle gegen die steigenden Steuern. In mehreren Städten waren die Krawalle organisch und selbstorganisiert. Das Bild der Polizei in der Öffentlichkeit bröckelt kontinuierlich wähend die Leute sich mit den Randaliererden solidarisieren. Zellen koordinierten andere Dinge und nihilistisch-insurrektionalistische Ankündigungen dominieren den Diskurs. Anonyme Instagram-Accounts mit tausenden Followern proklamieren den anti-politischen Aufstand. Jeden Tag machen sie gute Aufrufe und Erklärungen.

Die Gewerkschaften kündigten an, dass sie auf die Straße gehen würden und sagten “es wird keinen Krawall geben”, aber die Jugendlichen und Randalierenden machen sich über sie in den sozialen Medien lustig. Wir überlassen es den Jugendlichen. Wir können sie nur dazu anstacheln unkontrollierbar zu sein. In der Nacht ist das Internet am Arsch. Während “zivile Anarchist*innen” zu einer Volksversammlung aufrufen, rufen wir dazu auf alles zu zerstören. Wir sorgen nur für Koordinierung von Netzwerken und technischem Wissen für Street-Actions. Wir organisieren die Leute nicht wirklich.

Freitag, 29. August. Anarchist*innen kontrollieren faktisch das Narrativ. Die Leute reagieren auf den landesweiten Aufruf Polizeistationen, die Polizei selbst und die Regierung anzugreifen. Die Medien haben die Kontrolle über Informationen und News verloren.

Unser Netzwerk ruft weiterhin zur Rache für den Polizeimord letzte Nacht auf und es wird heißer. Die Zellen sind auf der Straße.

Ihr könnt den Aufstand in den News sehen aber die guten Videos gibts nur in den sozialen Medien.

Aus dem brennenden Archipel

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Jakarta im Belagerungszustand

25. August, 2025. Jakrata gehört nicht länger den verkommenen Eliten. Tausende aus jeder Ecke des Landes stürmen die Hauptstadt. Die ist nicht nur Protest – es ist ein kollektiver Wutausbruch gegen steigende Steuern, endlose Korruption und die Hunde der staatlichen Militärpolizei.

Von der Dämmerung bis Mitternacht verwandeln die Straße sich in ein Schlachtfeld des Widerspruchs. Rufe, Feuer und Steien werden zur Sprache der Wut.

Dies ist kein Puppentheater der Eliten - es ist pure Wut, ungezähmt, führerlos und unmöglich zu kontrollieren.